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Margrit Schmidlin
lic. phil. Fachpsychologin für Psychotherapie FSP
Oekum. Paarberatung Bezirke Brugg Laufenburg Rheinfelden
www.oekberatung.ch

Hoffnungen und Befürchtungen
Der Mensch besitzt die Fähigkeit, über sich selber, sein Schicksal und das Leben im Allgemeinen nachzudenken, Vorsätze zu fassen und Pläne zu schmieden. Wir tun dies besonders zum Jahreswechsel und blicken einerseits zurück auf das vergangene Jahr und drauf, was es uns gebracht hat. Wir ziehen Bilanz, wieweit wir unsere Ziele erreicht haben, was Unvorhergesehenes eingetreten ist, was gut und was belastend war. Andererseits machen wir uns verstärkt Gedanken über die Zukunft und stellen uns die Frage, was uns wohl im neuen Jahr erwarten mag. Dabei hegen wir sowohl Hoffnungen als auch Befürchtungen, was uns die Zukunft bringen möge.
Der Wunsch, einen Blick in die Zukunft werfen zu können, existiert wohl seit der Entwicklung zum homo sapiens, zum denkenden und wissenden Menschen und seit der Erkenntnis, dass wir nicht alles wissen können. «Ich weiss, dass ich nichts weiss», sagte schon Sokrates rund 400 Jahre v. Christus. Trotz oder gerade wegen dieser Erkenntnis suchen einige Menschen Antworten bei Horoskopen, Wahrsagern und Wahrsagerinnen, Propheten und Prophezeiungen, Tarot-Karten, Traumdeutungen, im Glauben an Omen, bei wissens- und heilsverkündenden Gemeinschaften und vielem mehr, um vermeintlich einen Blick auf die Zukunft erhalten zu können. Gerade in Zeiten von grossen Unsicherheiten und Krisen hatten/haben solche Angebote einen gros­sen Zulauf und viele verdienen mit der Angst der Menschen vor der Zukunft viel Geld.
Das Orakel von Delphi soll einst, gemäss griechischer Mythologie, auf die Frage nach der Zukunft verkündet haben: «Erkenne dich selbst» und hat seither viele Philosophen und Philosophinnen inspiriert und beschäftigt. Diese Selbsterkenntnis mag uns ja bewusst machen, dass wir viele Dinge im Leben durch Planung, Anstrengung, durch unsere Fähigkeiten und Tugenden erreichen können und dass es gut sei, sich Ziele zu setzen und darauf hinzuarbeiten. Wir erkennen aber dabei zugleich unsere Grenzen, weil uns vieles nicht gelingt und weil das Leben uns immer wieder auch mit Herausforderungen und Schicksalsschlägen konfrontiert, auf die wir keinen Einfluss haben. Es geschehen Unfälle, Krankheiten, Todesfälle, Überfälle, Katastrophen, Krisen, Attentate, Kriege, Seuchen und anderes Nichtvorhersehbares, das wir nicht beeinflussen können. Und so bleibt uns letztendlich doch nur das Bewusstsein, dass wir stets mit allem rechnen müssen.
Ob wir diesen Blick in die Zukunft nun eher mit Hoffnung wagen, also mit der Vorstellung eines positiven Ausgangs, oder eher mit Befürchtungen, dass es nicht so gut ausgeht, liegt allerdings bei uns selber: Unser Charakter, unsere Prägung, unsere persönliche Geschichte liefern uns die Grundlage, welche Sichtweise wir einnehmen können. Wenn ich in meiner Vergangenheit gelernt habe, dass ich auch in schwierigen Zeiten bestehen, Unterstützung finden, mir selber Gutes tun, mich anpassen kann, dass ich auch Krisen bestehen und überstehen kann, wird wohl die Hoffnung mich tragen können. Wenn ich allerdings denke, dass ich überfordert und allem Belastenden hilflos ausgeliefert bin ohne die Aussicht auf Besserung oder einen Ausweg, dann werde ich eher von Befürchtungen geplagt sein. Dennoch habe ich als Mensch auch die Wahl, welchen Gedankengängen ich den Vorrang geben möchte. Welche Sichtweise möchte ich haben: Das Glas ist halb leer oder halb voll?
Ich wünsche Ihnen allen zum neuen Jahr, dass Sie die Kraft zur Hoffnung haben, dass auch unvorhergesehen und unverhofft Gutes geschehen kann und dass Sie Zuversicht, Unterstützung, Mitgefühl, Trost, Respekt und Toleranz erfahren und auch anderen Menschen schenken können! Denn mit diesen menschlichen, zivilisierten Eigenschaften können wir alle aktiv einen persönlichen Beitrag leisten, um schwere Zeiten zu bewältigen!

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Von Herbert Lützelschwab, Zeiningen

Von Alessandro Giglio, Präsident Jungfreisinnige Brugg-Fricktal, Oeschgen

lic. iur. Roman M. Hänggi, Rechtsanwalt
Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG
Salinenstrasse 25, 4133 Pratteln, Tel. 061 823 03 03
Bahnhofstrasse 92, 5000 Aarau, Tel. 062 393 03 03
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Erhöhte erblasserische Verfügungsfreiheit (revidiertes Erbrecht)
Am 18. Dezember 2020 haben die Eidgenössischen Räte in ihrer Schlussabstimmung die Revision des Erbrechts verabschiedet. Der Bundesrat hat in seiner Sitzung vom 19. Mai 2021 entschieden, das revidierte Erbrecht auf den 1. Januar 2023 in Kraft zu setzen. Die Revision bringt verschiedene Änderungen. Eine davon betrifft das Pflichtteilsrecht. Vor diesem Hintergrund erscheint es sinnvoll, bestehende Ehe- und Erbverträge sowie Testamente bereits heute einer Überprüfung zu unterziehen und bei Bedarf anzupassen.
Unter geltendem Recht ist die Verfügungsfreiheit des Erblassers aufgrund der Pflichtteile eingeschränkt. Künftig erhält der Erblasser mehr Flexibilität, indem der Pflichtteil der Nachkommen von 3/4 des gesetzlichen Erbteils auf neu 1/2 reduziert und der Pflichtteil der Eltern vollständig aufgehoben wird. Der Pflichtteil des überlebenden Ehegatten bleibt unverändert bei 1/2 des gesetzlichen Erbteils. Nach dem neuen Erbrecht gilt somit für alle Pflichteilserben ein Pflichtteilsanspruch von der Hälfte des gesetzlichen Erbteils. Durch die tieferen Pflichtteile der Nachkommen und den Verlust des Pflichtteilsrechts der Eltern erhöht sich somit die verfügbare Quote des Erblassers. Er kann also freier über seinen Nachlass verfügen und bspw. einzelne Nachkommen, den überlebenden Ehegatten, den Konkubinatspartner oder wohltätige Organisationen besser begünstigen. Keine Änderungen erfahren demgegenüber die gesetzlichen Erbteile. Damit sind Konkubinatspartner, Stief- und Pflegekinder wie bisher keine gesetzlichen Erben. Allerdings können diese aufgrund der erhöhten freien Quote künftig mehr begünstigt werden mittels einer Verfügung von Todes wegen (Testament oder Erbvertrag).
Die erhöhte erblasserische Verfügungsfreiheit lässt sich exemplarisch an folgendem Sachverhalt darstellen: Hinterlässt eine Frau ihren Ehemann und zwei gemeinsame Kinder, beträgt der Pflichtteil des Mannes heute 1/4 (1/2 des gesetzlichen Erbteils von 1/2). Der Pflichtteil der beiden Kinder beläuft sich auf insgesamt 3/8 (3/4 ihres gesetzlichen Erbteils von 1/2). Für jedes der beiden Kinder entspricht dies einem Pflichtteil von 3/16. Gemäss neuem Recht beträgt der Pflichtteil des Ehemannes in diesem Beispiel weiterhin 1/4, derjenige der Kinder aber nur noch insgesamt 1/4 und pro Kind 1/8 (1/2 ihres gesetzlichen Erbteils von insgesamt 1/2). Die frei verfügbare Quote der Ehefrau erhöht sich in diesem Beispiel von 3/8 auf 1/2 ihres Nachlasses. Hinterlässt eine Erblasserin nur Nachkommen und keinen Ehegatten, beträgt die frei verfügbare Quote neu 1/2 statt wie bisher 1/4.
Gerne beraten wir Sie, wie Sie Ihre Wünsche in Bezug auf Ihren Nachlass unter Berücksichtigung des revidierten Erbrechts bestmöglich umsetzen können, oder prüfen, ob Ihre bisherigen letztwilligen Verfügungen auch unter dem revidierten Erbrecht Ihre Wünsche optimal regeln.


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Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Enormes Rückkaufsprogramm bei Novartis
Novartis will bis Ende 2023 eigene Aktien im Wert von bis zu 15 Milliarden zurückkaufen. Regelmässige Leser wissen, dass ich meist kein Fan von Aktienrückkäufen bin. Leider habe ich in der Vergangenheit oft beobachtet, dass zu Spitzenpreisen Aktien zurückgekauft wurden. Böse Zungen behaupten manchmal, damit die Optionen der Manager mehr Wert wurden…
Novartis hat soeben sein grosses Roche-Inhaber-Aktienpaket verkauft und «schwimmt» damit in Liquidität. Zukäufe sind im Moment teuer und einfach nur Liquidität halten ist angesichts von Minuszinsen auch kaum die alleinige Option. Der Kurs der Novartis-Aktie ist im Vergleich zu vielen anderen Aktien recht vernünftig. Dies hat aber auch mit der eher bescheidenen Pipeline an neuen, umsatzstarken Medikamenten zu tun. Für mich macht es so Sinn, für einen Teil der Liquidität Aktien zurückzukaufen und gleichzeitig nach kleineren Übernahmeobjekten Ausschau zu halten. Ich bleibe vorläufig bei Novartis engagiert.
Basilea, Idorsia, Santhera, Polyphor und weitere sind Schweizer Biotech-Firmen, welche in völlig unterschiedlichem Zustand sind, alle aber kursmässig eher schwierige Zeiten durchmachen. Während Santhera und Polyphor nach Entwicklungsmisserfolgen nur noch ein Schattendasein frönen, sind Basilea und vor allem Idorsia doch von anderer Bedeutung und Grösse.
Es zeigt sich aber, dass der Weg bis zu einem marktreifen Medikament oft harzig und steinig verläuft und sehr viel Kapital und Geduld braucht. Basilea hat schon längere Zeit erste Produkte, schreibt aber immer noch Verlust. Idorsia hofft auf eine erste Zulassung in den nächsten Wochen. Als kleine Beimischung kann ich mir beide Titel vorstellen. Basilea könnte zudem mal ein Übernahmekandidat werden. Anstelle teurer Lizenzgebühren zu zahlen, könnte Pfizer die Firma vielleicht auch mal übernehmen.
Ich wünsche Ihnen erholsame und schöne Festtage und einen erfreulichen und gesunden Start ins 2022.

Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an
oder rufen unter 062 871 66 96 an.

Von Warin Brühlmann, Gipf-Oberfrick

Christoph Zehnder,  eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Inflation so hoch wie seit 30 Jahren nicht mehr
Ich habe das Thema Inflation im Juli- und August-Ratgeber aufgegriffen. Seither ist die Inflation in vielen Ländern weiter angestiegen, auf ein Niveau, das wir 30 Jahre und länger nicht mehr gesehen haben: 6,2% in den USA, 4,2% im Vereinigten Königreich, 5,2% in Deutschland und 4,9% in der Eurozone. In der Schweiz steigt die Inflation auch, wir stehen aber mit derzeit 1,5% noch vergleichsweise gut da.
Inflation nicht nur temporär so hoch
Anfänglich leugneten die Zentralbanker schlicht, dass ihre Massnahmen Infla­tionsgefahren mitbeinhalten. Sie hatten auch gute Argumente. Jahrelang versuchten sie vergeblich, die Inflation anzufachen. Diese blieb hartnäckig unter dem angestrebten Niveau von etwa 2%.
Dieses Jahr nun stieg die Inflation «endlich», und zwar so deutlich, dass vorsichtigere Experten schon früh Bedenken äus­serten. Die Antwort der Zentralbanker war, das sei nur der Corona-Delle von letztem Jahr geschuldet. Das war eine offensichtlich «dumme» Antwort, denn vor einem Jahr war die Inflation nicht etwa negativ, sondern einfach tief. Die Inflation stieg in den folgenden Monaten weiter. Die Zentralbanker passten ihre Antwort an, die Inflation sei nur «transitorisch» so hoch und unmittelbar in den kommenden Monaten wieder auf gewohnt tiefem Niveau. Frau Lagarde von der EZB ist auf diesem Level stecken geblieben. Der Chef der US Notenbank Fed, Jerome Powell, hat hingegen letzte Woche endlich zugegeben, dass es Zeit sei, die Inflation nicht mehr als «vorübergehend» zu bezeichnen. Er rechne damit, dass der Preisanstieg länger als bisher erwartet auf hohem Niveau bleibe. Lieber späte Einsicht als gar keine.
Wie reagieren die Zentralbanken?
Wer nun denkt, dass die Fed nun aufs geldpolitische Bremspedal stehen würde, täuscht sich. Weder stehen unmittelbar höhere Zinsen an, noch wird Liquidität aus dem Markt genommen. Was die Fed an ihrer nächsten Sitzung im Dezember möglicherweise beschliessen wird, ist, etwas schneller vom Gas zu gehen als bislang angekündigt. Mit anderen Worten bleiben die Zinsen vorerst weiterhin auf Tiefstständen und es wird weiterhin – wenn auch weniger schnell als bisher gedacht – Liquidität in den Markt gedrückt. Ob das reichen wird, um die Inflation im Zaum zu halten, wird sich zeigen.
Inflation produziert fast nur Verlierer
Wir erwarten zwar nächstes Jahr einen Rückgang der Inflation, aber selbst wenn bspw. die Inflation «nur» noch bei +3% liegen würde, wäre die US-Inflation über zwei Jahre bei fast 10%. Das hat sowohl Einfluss auf die Kaufkraft von Ersparnissen (10% weniger auf die gesamten Ersparnisse in zwei Jahren ist substanziell, und selbst danach dürfte die Inflation nicht verschwunden sein) wie auch auf
die Kaufkraft der Löhne der Arbeitnehmer. Wenn die Löhne nicht ebenfalls 10% steigen, dann hat auch der einfache Arbeitnehmer Einbussen.
Am wenigsten Einbussen hätten die in Sachwerte investierten vermögenden Personen. Inflation in der aktuellen Grössenordnung produziert fast nur Verlierer. Vor allem hat Inflation das Potenzial, innert weniger Jahre den Mittelstand komplett zu eliminieren. Zentralbanker sollten deshalb endlich von der Masslosigkeit ihrer Geldmengenausweitung wegkommen.

Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an oder rufen an unter Tel. 062 871 93 57.

Sonja Wunderlin, Naturärztin
Praxis am Laufenplatz 148, 5080 Laufenburg, Tel. 062 874 00 16

Die Diät
Das Wort «Diät» ist zugegebenermassen kein sehr gluschtiges Wort für den Titel meines Ratgebers. Aber Sie haben sich allem Anschein nach schon mal nicht vom Lesen abhalten lassen. Das freut mich.
Die Heilkunst umfasst im Grundsatz drei Teilbereiche: Zuerst kommt die Diätetik zum Zuge, zweitens die Arzneimitteltherapie, drittens die Chirurgie. Als erster Schritt sollte versucht werden, die krank machenden Lebensumstände zu ordnen. Erst als zweiter Schritt kommen die Medikamente, seien es nun chemische, homöopathische oder pflanzliche Mittel. Als Allerletztes, wenn Diätetik-Massnahmen und Heilmittel-Möglichkeiten ausgeschöpft sind, wenn alles nicht hilft, erst dann greife man allenfalls zum Messer.
Unter «Diät» im engeren Sinn stellt man sich heute das Einhalten einer speziellen Ernährung vor. Das Wort wird assoziiert mit Hunger und dem Wunsch, möglichst schnell möglichst viel abzunehmen. Das altgriechische Stammwort «diaita» bedeutet «die Lehre der Lebensweise». Es ist also ursprünglich viel breiter gemeint im Sinne einer Verbesserung der Lebensqualität. Die Diätetik beschreibt alle Lebensumstände, die auf den Menschen einen Einfluss haben. Während die Konstitution genetisch festgelegt ist und man sich im besten Fall mit ihr arrangieren kann, sie aber nicht zu lenken vermag, sind alle Bereiche der Diätetik beweglich.
Spannenderweise ist die Ernährung nur einer von vielen Punkten, die den Menschen und dessen Gesundheit beeinflussen. Paracelsus beschreibt um 1500 n. Chr. die sogenannten «res non naturales», äussere Einflüsse auf den Menschen, die nicht naturgegeben sind, die veränderlich sind, die den Menschen im Laufe seines Lebens formen. Dazu gehören natürlich
• Speise / Trank, aber auch
• Schlafen / Wachen
• Arbeit / Ruhe
• Luft / Licht
• Leidenschaften und Gefühle, also menschliche Beziehungen in Beruf, Freizeit, Familie und Partnerschaft.
Jede Änderung (ein «Mehr», ein «Weniger» oder auch ein «Anders») in einem dieser Bereiche hat direkte Auswirkungen auf das Wohlbefinden und die Gesundheit: Was, wann, wie esse ich? Gehe ich regelmässig an die frische Luft und bewege ich mich genügend? Wie ist mein Schlaf? Sind Arbeit und Alltag befriedigend? Bin ich emotional ausgeglichen? Sind meine Beziehungen erfüllend?
Wenn klar wird, welche Bereiche krankmachend sind, geht es darum, Wege zu finden, diese zu verändern. In der Diätetik-Beratung wie auch dem systemischen Therapieansatz werden Vorschläge gemacht und Begleitung angeboten. Der Patient / die Patientin nimmt die Gesundheit selbst in die Hand und kann nachhaltig viel bewirken.
Die Gewichtsreduktions-Diät ist nur dann wirklich sinnvoll, wenn mehrere Lebensbereiche umgestellt werden. Damit sich im System etwas grundlegend ändern kann, braucht es ein Überdenken der gewohnten Abläufe. So kann «Diät» eine Veränderung der Arbeitssituation oder am Arbeitsplatz bedeuten. Was und wieviel ist beim Essen genauso wichtig wie ein Wo, Wann und Wie: Esse ich wütend im Stehen mit meinem nervigen Chef in der Kälte schnell einen «gesunden» Salat-bowl oder treffe ich mich gemütlich zu «Schnipo», Schoggimousse und Wein mit meinen liebsten Menschen? Das macht einen Unterschied. Schlussendlich übrigens auch aufs Gewicht.

Begleitung für Paare / Fragen:
Weiterführende Informationen finden Sie unter www.sonjawunderlin.ch

 

lic. iur. Roman M. Hänggi, Rechtsanwalt
Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG
Salinenstrasse 25, 4133 Pratteln, Tel. 061 823 03 03
Bahnhofstrasse 92, 5000 Aarau, Tel. 062 393 03 03
www.advokatur-trias.ch

Verteidigung im Strafverfahren
Wie ist die Verteidigung in Strafverfahren geregelt? Wann ist eine Verteidigung erbeten, wann notwendig, wann amtlich? Wann wird die notwendige Verteidigung angeordnet, wann die amtliche Verteidigung? Die Schweizerische Strafprozessordnung (StPO) beantwortet diese Fragen wie folgt:

Wahlverteidigung (erbetene Verteidigung)
Die beschuldigte Person ist berechtigt, in jedem Strafverfahren und auf jeder Verfahrensstufe auf eigene Kosten einen Rechtsbeistand mit ihrer Verteidigung zu betrauen (Wahlverteidigung) oder, unter Vorbehalt der notwendigen Verteidigung, sich selber zu verteidigen.

Notwendige Verteidigung
Die beschuldigte Person muss u.a. zwingend verteidigt werden, wenn sie seit mehr als zehn Tagen in Untersuchungshaft ist, ihr eine Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr oder eine Landesverweisung droht oder sie wegen ihres gesundheitlichen Zustandes ihre Verfahrensinteressen nicht ausreichend selbst wahren kann.
Liegt ein Fall notwendiger Verteidigung vor, so achtet die Verfahrensleitung (Staatsanwaltschaft, Gericht) darauf, dass unverzüglich eine Verteidigung bestellt wird.

Amtliche Verteidigung
Die Verfahrensleitung ordnet sodann eine amtliche Verteidigung an, wenn bei notwendiger Verteidigung die beschuldigte Person trotz Aufforderung der Verfahrensleitung keine Wahlverteidigung bestimmt oder wenn die beschuldigte Person nicht über die erforderlichen finanziellen Mittel verfügt und die Verteidigung zur Wahrung ihrer Interessen geboten ist. Letzteres ist namentlich dann der Fall, wenn es sich nicht um einen Bagatellfall handelt und der Straffall Schwierigkeiten bietet, denen die beschuldigte Person allein nicht gewachsen wäre. Ein Bagatellfall liegt dann nicht mehr vor, wenn eine Freiheitsstrafe von mehr als 4 Monaten oder eine Geldstrafe von mehr als 120 Tagessätzen zu erwarten ist. Die Verfahrensleitung berücksichtigt bei der Bestellung der amtlichen Verteidigung nach Möglichkeit die Wünsche der beschuldigten Person. Die amtliche Verteidigung wird vom Staat zum (reduzierten) amtlichen Tarif entschädigt.
Egal, ob die Verteidigung frei gewählt, notwendig oder amtlich ist, die Verteidigung ist in den Schranken von Gesetz und Standesregeln allein den Interessen der beschuldigten Person verpflichtet. Die Verteidigung der beschuldigten Person ist dabei Anwältinnen und Anwälten vorbehalten, die nach dem Anwaltsgesetz berechtigt sind, Parteien vor Gerichtsbehörden zu vertreten.


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