Am Sonntag durfte das Sauriermuseum in Frick zur Eröffnung der neuen, zusätzlichen «Saurierhalle» einladen. Die ehemalige Produktionshalle, welche die Jakob Müller AG dem Museum zur Verfügung stellt, ist nicht nur das neue Daheim des Plateosaurus XL, hier kann ab sofort auch der Prozess von der Ausgrabung über die Präparation bis zum fertigen Ausstellungsstück gezeigt werden.
JÖRG WÄGLI
Es sei ein Freudentag, betonte Gemeinderätin Susanne Gmünder Bamert bei der Begrüssung zur kleinen, feinen Eröffnungsfeier am Sonntag um 12 Uhr. Noch sei es zwar eine «unvollendete Version», die Freude unter den Saurier-Engagierten sei jedoch gross, nun das Projekt «neue Saurierhalle» der Öffentlichkeit ein erstes Mal zeigen zu dürfen. Es handle sich nicht um eine Museumserweiterung, betonte Gmünder, sondern eigentlich um ein «Lager». Doch nun biete sich die Riesenchance, zu zeigen, was das Sauriermuseum Frick alles habe, so die Gemeinderätin, «und es kommt immer mehr dazu!» Zudem warte noch vieles, das vor rund 200 Mio. Jahren in unserer Gegend gelebt hatte, darauf, entdeckt zu werden.
Wichtiger Zwischenschritt zum neuen Museum
Als «wichtigen Zwischenschritt» zum neuen Museum» bezeichnete Museumsleiterin Dr. Andrea Oettl die Eröffnung der neuen Halle. Mit einfachen, zweckmässigen Mitteln könne nun zum Beispiel der Weg von der Ausgrabung eines Objekts über die Präparation bis zum fertigen Objekt dargestellt werden. Aber auch bereits präparierte Exponate, die im bestehenden Museum keinen Platz mehr gefunden hatten, oder die Arbeit der Präparation kann nun anschaulich dargestellt werden. Ebenso finden beispielsweise eine Chronologie der Fricker Saurierfunde, ein Ausblick, auf Fundstücke, die noch in Arbeit sind, sowie natürlich die Hauptattraktion des Fricker Sauriermuseums, der Plateosaurus XL, der über 8 Meter lange, grösste in Frick gefundene Saurier, in der zusätzlichen Halle einen genügend grossen Ausstellungsplatz und damit ein eigentliches Daheim.
Allerdings handelt es sich bei diesem Plateosaurus, der im Sommer 2015 in der Tongrube in Frick ausgegraben wurde, auch um einen «Reisenden». Als eigentlicher Botschafter des Fricker Sauriermuseums ist er immer wieder unterwegs, macht «Frick» in ganz Europa bekannt. So wird sich «XL» auch in rund drei Wochen auf den Weg machen. Dieses Mal geht bis im November an eine Ausstellung in Braunschweig, aber beispielsweise auch aus Dänemark würden bereits wieder Anfragen vorliegen.
Sowohl Susanne Gmünder Bamert wie auch Dr. Andrea Oettl war es ein Anliegen, all jenen zu danken, die dieses aktuelle Projekt ermöglicht und unterstützt haben, allen voran natürlich die Jakob Müller AG als «Logisgeber». Aber auch ganz allgemein würden die «Saurier» immer auf viel Goodwill stossen und Entgegenkommen geniessen.
Und so hoffen die Verantwortlichen, dass dies dereinst auch beim Bau eines neuen Sauriermuseum so sein wird. Als Standort ist das Areal der Tonwerke Keller hinter dem Bahnhof eigentlich bereits «gebucht». Doch wann es einen Schritt weitergehe, hänge vor allem auch vom Projekt «Erschliessung Hinterer Bahnhof» ab, so Gemeinderätin Bamert, und dies brauche noch etwas Zeit.