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Margrit Schmidlin
lic. phil. Fachpsychologin für Psychotherapie FSP
Oekum. Paarberatung Bezirke Brugg Laufenburg Rheinfelden
www.oekberatung.ch

Liebe braucht Disziplin
Es tönt zunächst paradox, dass Liebe Disziplin erfordern soll, denn Liebe bedeutet Gefühle und in der Liebe will und soll man doch sich selber sein, sich fallen lassen können und ehrlich, offen und ungeschminkt sagen können, was man denkt und fühlt. Oder etwa nicht?
Gerade in der Liebesbeziehung gilt es allerdings auch, Rücksicht zu nehmen, die eigenen Interessen auch einmal hintenanzustellen, dem/der Anderen zuliebe einmal etwas zu tun, was ich alleine nicht machen würde, und nicht immer alles zu sagen, was man denkt, um das Gegenüber nicht unnötig zu verletzen; das bedeutet häufig, seine Emotionen im Griff zu behalten.
Dieses Dilemma zwischen Gefühlen, Offenheit und Zurückhaltung, Disziplin zeigt sich besonders bei Konflikten. Konflikte treten in jeder Beziehung auf, weil es zum Beispiel verschiedene Bedürfnisse gibt (der Eine will dies, die Andere will das), wenn unterschiedliche Ansichten bestehen (ich finde dies toll, du findest es langweilig) oder bei erlebten Verletzungen.
Natürlich ist es wichtig, dass in einer Beziehung offen über die eigenen Sichtweisen und Gefühle gesprochen werden kann, doch manchmal ist es vielleicht auch im Interesse der Beziehung sinnvoller zu schweigen. Es muss nicht immer alles gesagt werden, was gedacht wird und in jedem Fall gilt:« c’est le ton, qui fait la musique». Das heisst, dass man seine Gefühle und Verletzungen zwar ausdrücken und ausdiskutieren soll/kann, dass man dabei aber seine Emotionen soweit im Griff haben sollte, dass die Diskussion doch fair und respektvoll bleibt. Die meisten Verletzungen geschehen ohnehin unbewusst und ohne Absicht und sicherlich muss Jede/r in einer Beziehung auch vieles einstecken und verzeihen können. Wichtig ist, dass ich ausdrücken kann, was mich bewegt und dass der Partner/ die Partnerin meine Sichtweise akzeptiert. Dabei sollte es nicht um richtig oder falsch gehen, sondern darum, anzuerkennen, dass es verschiedene Meinungen und Betrachtungsweisen gibt und dass das Gegenüber mich nicht weniger liebt, nur weil ich eine andere Meinung oder andere Bedürfnisse habe. Wichtig ist auch zu akzeptieren, dass es Phasen gibt, wo man sich einander näher fühlt, und Zeiten, wo dies weniger der Fall ist.
Liebe ist ein partnerschaftliches Geben und Nehmen, eine Balance zwischen Hingabe und Autonomie, zwischen Nähe und Distanz. Liebe ist nicht nur ein starkes Gefühl, es ist auch eine Entscheidung. In einer Liebesbeziehung sollen deshalb sowohl Gefühle als auch der Verstand zum Tragen kommen. Doch diese Balance immer wieder für sich und miteinander zu suchen und zu finden, bedeutet Arbeit, bedeutet Disziplin. Denn diese Ausgewogenheit ist keine Konstante, die sich einmal eingestellt hat und sich nicht mehr verändert, sondern es ist ein fragiles Kontinuum, das sich immer wieder neu einpendeln muss.
Jede/r kann mit Verstand und Willen daran arbeiten, die Gefühle der Liebe zu erhalten, immer wieder zu finden und zu nähren. Die Liebe ihrerseits hilft dabei, dass ich mich bemühe, der Liebe mit meinem Verstand Sorge zu tragen..

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Cora Burgdorfer
dipl. Psychologin FH
Oekum. Paarberatung Bezirke Brugg Laufenburg Rheinfelden
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Das Gute sehen
Kennen Sie auch unerschütterliche Optimisten in Ihrem Bekanntenkreis? Und kennen Sie ebenso Schwarzmaler, hoffnungslose Pessimisten, kritische und zynische Menschen? Und wie schätzen Sie sich selber ein? Wären Sie gerne etwas zuversichtlicher und positiver? Gerade in unsicheren Zeiten ist eine optimistische Grundeinstellung von grossem Vorteil: Sie macht uns psychisch und physisch resilienter. Kann man eine solche Haltung erlernen? Neurologische Untersuchungen haben gezeigt, dass dies in jedem Alter möglich ist.
Unsere Vorfahren mussten in erster Linie um ihr Überleben kämpfen und deshalb sehr achtsam sein, ob irgendwo eine Gefahr lauerte. Daraus hat unser Gehirn leider eine Vorliebe für das Negative entwickelt. Wir lernen sehr schnell aus unangenehmen, schmerzhaften Erfahrungen, die wir logischerweise nicht wiederholen wollen. Auf der anderen Seite lernen wir nur sehr langsam aus positiven Erfahrungen. Von den 60 000 Gedanken, die wir täglich haben, sind zirka 70 Prozent Nebensächlichkeiten, die wir sofort wieder vergessen. 27 Prozent sind negativ und nur 3 Prozent sind positiv.
Wenn Sie an Ihrer Negativitätstendenz etwas verändern möchten, geht es darum, zuerst einmal die Gedanken zu beobachten, ohne dabei schon etwas anders machen zu wollen. Nehmen Sie nur wahr, was Ihnen so durch den Kopf geht. Da zeigen sich sehr oft Ärger, Groll, Entwertungen anderen Menschen gegenüber, aber auch gegen sich selbst gerichtete Gedanken. Der «innere Kritiker» spricht zu uns: Mach schneller, mach es besser, mach mehr, mach es allen recht, sei perfekt! Wenn wir dies realisieren, braucht es nur einen kleinen Schritt zur Überlegung: Wollen wir diese Gedanken wirklich oder möchten wir nicht liebevoller, sanfter, vergebender auf uns und die Welt schauen?
Jeder Tag schenkt uns die Möglichkeit neue Erfahrungen zu machen. Sie können mehr auf Positives achten und sei es noch so klein. Wenn Sie etwas Schönes feststellen, bleiben Sie einen Moment dabei und vertiefen Sie diesen Eindruck ein klein wenig. Wenn Sie mit nicht wertenden Augen durch die Welt gehen, fällt Ihnen überall etwas auf: die Wolken, der Grashalm am Wegrand, aber auch ein Wasserfleck kann durchaus hübsch sein, Staub kann als kosmische Materie gedeutet werden, ein langsamer Autofahrer kann zum Nachdenken über das eigene Tempo anregen. Vieles kann, aus einer anderen Perspektive gesehen, einen neuen Sinn ergeben.
Sie können auch selber aktiv werden und eine positive Erfahrung erschaffen: Sich selber oder jemandem ein Kompliment machen, ein liebes SMS schreiben, ein Musikstück hören, welches Ihnen ein gutes Gefühl gibt. Die Katze streicheln, spazieren gehen oder das Bett frisch beziehen. Dabei geht es weniger darum, was ich tue, als wie ich etwas tue. Erinnern Sie sich jeden Abend an die schönen Erlebnisse des Tages. So lernt ihr Gehirn diesen Erfahrungen mehr Gewicht beizumessen und das Leben wird insgesamt viel angenehmer.

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Margrit Schmidlin
lic. phil. Fachpsychologin für Psychotherapie FSP
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Die Sprachen der Liebe
Viele Paare sprechen nicht dieselbe Sprache, wenn es darum geht, ihre Liebe und Wertschätzung für den Partner zu zeigen. Dies führt zu Missverständnissen, zu Enttäuschungen und zu Distanzierung. Doch das muss nicht sein.
Wir lernen in unserer Entwicklung durch das Vorbild der Eltern, durch Einflüsse von Drittpersonen, von Medien, wie wir mit Gefühlen umgehen sollen. Dazu gehört auch eine Vorstellung, wie ich meinem Partner, meiner Partnerin meine Liebe zeige und umgekehrt wie mein Gegenüber mir seine/ihre Gefühle zeigen sollte. Es entwickelt sich also eine Art Sprache der Liebe und Wertschätzung.
In der Paarberatung zeigt sich jedoch, dass Paare oft Konflikte haben, weil sie aneinander vorbeireden, sich nicht verstehen oder verstanden fühlen, was zu zunehmender Frustration und Abkühlung der Gefühle führt. Dies hat möglicherweise damit zu tun, dass jede/r eine andere Sprache spricht. Da hilft es auch nicht, wenn ich mehr und lauter «Chinesisch» spreche, wenn der andere nur «Spanisch» versteht und spricht. Das Paar ist sich meist nicht bewusst, dass jede/r seine eigene Sprache hat, in der er/sie seine Gefühle zum Ausdruck bringt oder in der er/sie beim Gegenüber verstanden würde.
Gary Chapman hat folgende fünf Sprachen der Liebe definiert:
1. Kleine Geschenke von Herzen: Dies können kleine Zeichen, Aufmerksamkeiten sein wie z.B. ein Zettelchen, sms schreiben, eine Einladung oder Überraschung.
2. Lob und Anerkennung: ab und zu danke sagen, ein Kompliment machen, Freude ausdrücken.
3. Zweisamkeit: bewusst Zeit zu zweit (auch ausserhalb der Wohnung) gestalten und verbringen, gemeinsame Projekte planen und realisieren.
4. Hilfsbereitschaft: den Partner, die Partnerin unterstützen, ihm/ihr etwas zuliebe tun, Teamwork, Beistand und Entlastung bieten in schwierigen Zeiten.
5. Zärtlichkeit: Berührungen und Zärtlichkeiten im Alltag, Umarmungen, kuscheln, streicheln, verführen, Sexualität.
Selbstverständlich kommt es auch mit der gleichen Sprache zu Missverständnissen und Spannungen; es kann jedoch hilfreich sein, sich zu fragen, welche Sprache/n sprechen wir beide eigentlich. Welche Zeichen sende ich, um meine Liebe zu zeigen und welche Zeichen erwarte ich, damit ich mich geliebt fühle? Sprechen wir dieselbe Sprache? Vielleicht ist z.B. die Frau enttäuscht und frustriert, weil sie sich ab und zu eine kleine Aufmerksamkeit oder ein Lob wünscht, und der Mann ist frustriert, weil sie ihm nicht bei der Gartenarbeit hilft oder ihm zu wenig Zärtlichkeit schenkt.
Vielleicht haben Sie ein Aha-Erlebnis, wenn Sie feststellen, dass Sie verschiedene Sprachen haben und deshalb die Sprache des anderen bisher nicht wahrnehmen und verstehen konnten. Zu wissen, welche Sprache der Partner/ die Partnerin spricht, wie jemand seine Wertschätzung ausdrückt, kann helfen, Brücken zu bauen und eine bessere Verständigung und gegenseitiges Verständnis zu fördern.

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