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Ratgeber

Cora Burgdorfer
dipl. Psychologin FH
Oekum. Paarberatung Bezirke Brugg Laufenburg Rheinfelden
www.oekberatung.ch

Das Gute sehen
Kennen Sie auch unerschütterliche Optimisten in Ihrem Bekanntenkreis? Und kennen Sie ebenso Schwarzmaler, hoffnungslose Pessimisten, kritische und zynische Menschen? Und wie schätzen Sie sich selber ein? Wären Sie gerne etwas zuversichtlicher und positiver? Gerade in unsicheren Zeiten ist eine optimistische Grundeinstellung von grossem Vorteil: Sie macht uns psychisch und physisch resilienter. Kann man eine solche Haltung erlernen? Neurologische Untersuchungen haben gezeigt, dass dies in jedem Alter möglich ist.
Unsere Vorfahren mussten in erster Linie um ihr Überleben kämpfen und deshalb sehr achtsam sein, ob irgendwo eine Gefahr lauerte. Daraus hat unser Gehirn leider eine Vorliebe für das Negative entwickelt. Wir lernen sehr schnell aus unangenehmen, schmerzhaften Erfahrungen, die wir logischerweise nicht wiederholen wollen. Auf der anderen Seite lernen wir nur sehr langsam aus positiven Erfahrungen. Von den 60 000 Gedanken, die wir täglich haben, sind zirka 70 Prozent Nebensächlichkeiten, die wir sofort wieder vergessen. 27 Prozent sind negativ und nur 3 Prozent sind positiv.
Wenn Sie an Ihrer Negativitätstendenz etwas verändern möchten, geht es darum, zuerst einmal die Gedanken zu beobachten, ohne dabei schon etwas anders machen zu wollen. Nehmen Sie nur wahr, was Ihnen so durch den Kopf geht. Da zeigen sich sehr oft Ärger, Groll, Entwertungen anderen Menschen gegenüber, aber auch gegen sich selbst gerichtete Gedanken. Der «innere Kritiker» spricht zu uns: Mach schneller, mach es besser, mach mehr, mach es allen recht, sei perfekt! Wenn wir dies realisieren, braucht es nur einen kleinen Schritt zur Überlegung: Wollen wir diese Gedanken wirklich oder möchten wir nicht liebevoller, sanfter, vergebender auf uns und die Welt schauen?
Jeder Tag schenkt uns die Möglichkeit neue Erfahrungen zu machen. Sie können mehr auf Positives achten und sei es noch so klein. Wenn Sie etwas Schönes feststellen, bleiben Sie einen Moment dabei und vertiefen Sie diesen Eindruck ein klein wenig. Wenn Sie mit nicht wertenden Augen durch die Welt gehen, fällt Ihnen überall etwas auf: die Wolken, der Grashalm am Wegrand, aber auch ein Wasserfleck kann durchaus hübsch sein, Staub kann als kosmische Materie gedeutet werden, ein langsamer Autofahrer kann zum Nachdenken über das eigene Tempo anregen. Vieles kann, aus einer anderen Perspektive gesehen, einen neuen Sinn ergeben.
Sie können auch selber aktiv werden und eine positive Erfahrung erschaffen: Sich selber oder jemandem ein Kompliment machen, ein liebes SMS schreiben, ein Musikstück hören, welches Ihnen ein gutes Gefühl gibt. Die Katze streicheln, spazieren gehen oder das Bett frisch beziehen. Dabei geht es weniger darum, was ich tue, als wie ich etwas tue. Erinnern Sie sich jeden Abend an die schönen Erlebnisse des Tages. So lernt ihr Gehirn diesen Erfahrungen mehr Gewicht beizumessen und das Leben wird insgesamt viel angenehmer.

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lic. iur. Serap Hänggi, LL.M.
Rechtsberaterin
Tel. 061 511 09 95
Tel. 076 325 09 95

Konkurrenzverbot im Arbeitsrecht
Es steht jeder frei, die Arbeitgeberin zu wechseln. D.h. nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, darf Frau zur Konkurrenz gehen oder sich auch selbstständig machen. Wenn der Arbeitsvertrag aber eine Klausel zum Konkurrenzverbot enthält, ist es nicht so einfach. Das Konkurrenzverbot im Arbeitsvertrag birgt ein hohes Konfliktpotenzial. Dem Bestreben der Arbeitgeberin, ihren Kundenkreis und ihre Geheimnisse zu schützen, steht die Entfaltungsfreiheit der Arbeitnehmerin gegenüber. Viele unterschreiben ein Konkurrenzverbot jedoch leichtfertig und erkennen erst bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses die Folgen. So müssen sich die Gerichte regelmässig mit der Frage nach der Gültigkeit einer vereinbarten Konkurrenzklausel befassen.
Bereits während des Arbeitsverhältnisses besteht für die Arbeitnehmerin das Verbot, entgeltlich oder unentgeltlich für die Konkurrenz tätig zu sein oder eine selbstständige, konkurrenzierende Tätigkeit auszuüben. Wenn nun auch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses die Konkurrenzierung nicht zulässig sein soll, sind verschiedene Gütligkeitsvoraussetzungen zu beachten. So muss ein Konkurrenzverbot schriftlich abgefasst sein und unterzeichnet werden. Ungenügend wäre eine Verabredung über ein Konkurrenzverbot nur im Personalreglement. Erforderlich ist auch, wie gesetzlich vorgesehen, dass die Arbeitnehmerin Einblick in den Kundenkreis bzw. in Fabrikations- oder Geschäftsgeheimnisse der Arbeitgeberin hatte. Weiter darf das Konkurrenzverbot nach Zeit, Ort und Gegenstand nicht weiter gehen, als die berechtigten Interessen der Arbeitgeberin dies erfordern. D.h., dass das wirtschaftliche Fortkommen und die berufliche Weiterentwicklung der Arbeitnehmerin nicht erschwert werden darf.
Das Konkurrenzverbot fällt aber dahin, wenn die Arbeitgeberin nachweisbar kein erhebliches Interesse mehr hat, es aufrecht zu erhalten. Und ebenso, wenn die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis kündigt, ohne dass ihr die Arbeitnehmerin dazu begründeten Anlass gegeben hat. Die Dauer des Konkurrenzverbots ist gesetzlich mit bis zu 3 Jahren vorgesehen, was nur in seltenen Fällen angemessen sein dürfte. In der Praxis ist eine Dauer von ca. 6 Monaten gängig. Verstösst nun eine Arbeitnehmerin gegen ein Konkurrenzverbot, so wird auch oft eine (vertraglich vereinbarte) Konventionalstrafe fällig, wobei Schadenersatz unabhängig von der Zahlung derselben gefordert werden kann.
Wenn nun in Ihrem Arbeitsvertrag ein übermässiges Konkurrenzverbot steht, ist dieses nicht automatisch ungültig. Sie können ein solches Konkurrenzverbot durch die Richterin nach deren Ermessen einschränken lassen. Anzumerken bleibt, dass aus Sicht der Arbeitgeberin sich der Abschluss eines nachvertraglichen Konkurrenzverbots lohnen kann, um sich vor künftiger Konkurrenzierung bestmöglich abzusichern. Die Interessen beider Parteien müssen sorgsam und umfassend abgewogen werden. Wessen Schutzbedürftigkeit schwerer wiegt, lässt sich nicht immer eindeutig beantworten. Gerichtlichen Arbeitsrechtsverhandlungen gehen Schlichtungsverhandlungen voraus, anlässlich derer versucht wird, zwischen den Parteien zu vermitteln und eine einvernehmliche Lösung zu suchen. Auch wird meist unpräjudiziell auf die rechtliche Würdigung des Einzelfalls hingewiesen. Sollten Sie sich näher zum Konkurrenzverbot im Arbeitsrecht informieren wollen oder bereits eine rechtliche Auseinandersetzung deswegen haben, empfehle ich Ihnen, rechtliche Beratung aufzusuchen.

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Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
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In der Krise und Allzeithoch
Kaum zu glauben, aber Realität: Wir sind in der grössten Pandemie seit über 100 Jahren und die Finanzmärkte sind auf Allzeithoch. Natürlich hoffe auch ich, dass Corona bald Geschichte ist und eine Normalität wieder Einzug findet. Wird nun eine langanhaltende Boomphase ohne jegliche Probleme kommen? Kaum, aber die Finanzmärkte könnten aktuell so etwas anzeigen, und genau das könnte das nächste grosse Problem werden. Durch Zentralbanken unendlich aufgeblähte Finanzmärkte, welchen irgendeinmal die Luft ausgeht, könnten die nach Corona aufkommende Partystimmung erheblich dämpfen. Irgendeinmal könnte dann die Aufwachphase mit einem heftigen Kater kommen, und man merkt, dass alles viel zu schön war, um wahr zu sein… Wohlstand generieren, ohne dass man dafür arbeitet, das wäre toll, aber auf Dauer kaum realistisch.

Müssen wir uns auf Teuerung einstellen?
In einem früheren Ratgeber hatte ich auf ein Inflationsrisiko nach dem Ende der Corona-Pandemie hingewiesen. Dieses Szenario scheint sich nun anzubahnen. Etwas Teuerung wäre ganz gut, könnte man doch endlich aus der nichts mehr bringenden Minuszinsendlosschlaufe aussteigen. In den letzten Wochen konnte man aber vermehrt Kommentare lesen, dass Teuerung ein ganz grosses Problem werden könnte. Erste Beispiele können wir in den Medien lesen: Der internationale Preis für Bauholz soll sich verfünffacht haben. Auch andere Güter sollen massiv teurer geworden sein. Das löst eine gewisse Kettenreaktion aus. Aus meiner Sicht basieren die Preisanstiege aber zum grösseren Teil auf Lieferproblemen wegen der Stillstände durch Corona. Das sollte sich in einigen Monaten wieder beruhigen. Gefährlich würde es, wenn bei den Löhnen ein Teuerungsschub käme. Das kann ich mir mindestens bei uns im Moment kaum in der Breite vorstellen. Deshalb vermute ich, dass wir bei uns Teuerung bekommen, aber nicht dass sie sehr schnell davongaloppiert und ein riesiges Problem wird. Ob diese aber wirklich positiv für die Aktienmärkte ist, wage ich zu bezweifeln. Aktuell scheint man sich aber weiterhin in der Sorglosigkeit zu sonnen und wohlzufühlen.

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oder rufen unter 062 871 66 96 an.

Sonja Wunderlin, Naturärztin
Praxis am Laufenplatz 148, 5080 Laufenburg, Tel. 062 874 00 16

 Schröpfen bei chronischen Entzündungen
Entzündung ist eine Reaktion des Körpers auf schädliche Reize. Der Körper versucht so, eine Ausheilung und Wiederherstellung des vorherigen Zustandes zu erreichen. Die Entzündungsreaktion ist also grundsätzlich hilfreich und erwünscht. Wenn sich jedoch keine Besserung einstellt und die Entzündung chronisch wird, kann sie auch Schaden anrichten.
Schröpfen
Schröpfen ist ein uraltes ausleitendes Verfahren, bei welchem die Haut nicht wie bei einer Massage nach innen gedrückt, sondern mittels Schröpfgläsern und einem darin erzeugten Vakuum nach aus­sen gezogen und gelockert wird, was auch durchaus angenehm ist. Die Entzündung, die grundsätzlich ein Heilungsversuch des Körpers ist, wird so nicht unterbunden, sondern über die Haut abgeleitet. Der Körper reagiert auf den Reiz wie bei einer Verletzung mit der Aktivierung diverser Aufräummechanismen, bildet schmerz­lindernde Stoffe, das Immunsystem reagiert, die Blutneubildung wird angeregt, das Gewebe wird neu organisiert. Es bleibt über mehrere Tage eine wohlige Wärme zurück.
So werden vor allem chronisch entzünd­liche Krankheiten behandelt, welche im Grunde auf einem Mangel an Wärme basieren: schmerzhafte Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Muskelverspannungen, Arthrosen, Arthritis und Rückenschmerzen, chronische Atemwegs­erkrankungen wie chronische Bronchitis oder immer wiederkehrende grippale Infekte, Mandelentzündungen, das prämenstruelle Syndrom, chronische Kopfschmerzen sowie chronische Harnwegsinfekte.

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Weiterführende Informationen finden Sie unter www.sonjawunderlin.ch

Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
www.vinzenz-apotheke.ch 

Auge (Folge 2)
Wie sehen wir? – Es handelt sich dabei um einen sehr komplexen Prozess, der verschiedenste Zellen benötigt; eine funktionierende Weiterleitung und eine Verarbeitung der Informationen. Wenn alles der Reihe nach richtig «läuft», erkennen wir, was wir da sehen.
Hier eine vereinfachte Darstellung: Durch die Hornhaut fällt Licht. Es wird durch die Linse gebündelt und gelangt durch den Glaskörper auf die Netzhaut. Hier wird das einfallende Licht in Nervenimpulse umgewandelt. Das geschieht über die Photorezeptoren. Wir haben zwei «Arten»: die für das Farbensehen verantwortlichen Zapfen und die für das Dämmerungssehen zuständigen Stäbchen. In der Makula (gelber Fleck) kommen die Zapfen in hoher Dichte vor. Neben der Makula findet sich die höchste Stäbchendichte. Pro Auge kommen etwa 110 Millionen Stäbchen und 5 Millionen Zapfen vor. Der Wellenlängenbereich des vom Auge wahrnehmbaren Lichtes liegt zwischen 400 und 700 nm. Die Zapfen sind in 3 Typen unterteilbar. Sie sehen rot, grün, blau und allgemein die Helligkeit. Die Stäbchen sind nur beim Dämmerungs- und Nachtsehen aktiv und unterscheiden Schwarz oder Weiss bzw. hell oder dunkel. Bekanntermassen sind Rüebli gut für das Sehvermögen. Das liegt daran, dass eine umkehrbare chemische Veränderung des Vitamin-A-Moleküls zu dem elektrischen Impuls führt, der dann im Gehirn verarbeitet werden kann. (Ein Vitamin-A-Mangel äussert sich in einer Nachtblindheit.)
Die dreidimensionale Wahrnehmung ist durch die Trennung unserer beiden Augen möglich. Oder anders formuliert: Wir brauchen zwei Augen, um räumlich sehen zu können. Weil jedes Auge den betrachteten Gegenstand aus einem leicht unterschiedlichen Winkel sieht, kann das Gehirn (im visuellen Kortex) die beiden Bilder so zusammenfügen, dass wir räumlich sehen.
Die Sehschärfe entwickelt sich in früher Kindheit bis ca. zum siebten Altersjahr, mit einer besonders wichtigen Phase zwischen dem ersten Lebensmonat und dem dritten Lebensjahr. Wenn auf der Netzhaut im Auge keine Abbildungen entstehen, kann kein Impuls weitergeleitet werden und es erfolgen keine Verschaltungen im Gehirn. Ein frühzeitiges Erkennen (z.B. einer angeborenen Linsentrübung) kann eine permanente Sehschwäche verhindern. Darum sind die Routineuntersuchungen beim Kinderarzt so wichtig!
Das SEHEN ist ein sehr komplexer Vorgang. Sicher ist es nicht nur eine Projek­tion eines Mosaikbildes auf einem passiv empfangenden Schirm. Wir gestalten und bewerten bewusst und unbewusst die optischen Eindrücke. Auch unsere seelische und körperliche Verfassung spielt dabei eine Rolle. Bei Müdigkeit sehen wir «nur die Hälfte» und Wut macht bekanntlich blind.
Bleiben Sie gesund
Ihr Team der Vinzenz Apotheke

Für Fragen sind wir immer für Sie da.
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Christoph Zehnder,  eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
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Steuererklärung…

Frühling ist nicht nur die Zeit, in der die Temperaturen steigen und die Uhren eine Stunde vorgestellt werden, sondern auch die Zeit, in welcher die jährliche Steuererklärung zum Ausfüllen ruft. Kein Wunder haben wir um diese Jahreszeit auch wiederkehrende Anfragen zu diesem Thema.
Wir waren bisher Mieter, jetzt haben wir ein Einfamilienhaus gekauft. Was ändert sich bei meinen Steuern?
In der jährlichen Steuererklärung geht es um zwei Steuern: die Einkommens- und die Vermögenssteuern. Zuerst zum gedanklich einfacheren Teil bei dieser Frage, den Vermögenssteuern: Sie haben den Kaufpreis Ihrer Liegenschaft finanzieren müssen. Deshalb haben Sie auf Ihrem Bankkonto einen tieferen Saldo und zusätzlich in der Regel eine Hypothek, die Sie als Schulden geltend machen dürfen. Im Gegenzug besitzen Sie jetzt eine Liegenschaft, deren Wert Sie als Vermögen angeben müssen. Da der so genannte Vermögenssteuerwert Ihrer Liegenschaft klar unterhalb vom bezahlten Marktpreis liegt, nimmt Ihr steuerbares Vermögen um diese Differenz ab und Sie bezahlen etwas weniger Vermögenssteuern.
Etwas komplizierter wird die Situation bei den Einkommenssteuern, da wir in der Schweiz das Unikat der Eigenmietwertsbesteuerung haben. Stellen Sie sich für einen kurzen Moment vor, Sie kaufen das EFH und vermieten es an sich selber. Steuerlich hat das zur Folge, dass Sie als Eigentümer die erhaltene Miete als Einkommen versteuern müssen, Sie als Mieter die bezahlte Miete aber nicht in Abzug bringen können. Netto führt das deshalb bei Ihnen zu einem höheren steuerbaren Einkommen. Diese Differenz entspricht dem so genannten Eigenmietwert. Auf der Gegenseite dürfen Sie dafür gewisse Gewinnungskosten in Abzug bringen. Zum einen sind das die belasteten Hypothekarzinsen, zum zweiten können Sie die Kosten zum Abzug bringen, die Sie aufwenden, um Ihr EFH im Wert zu erhalten. Diese sogenannt werterhaltenden Liegenschaftsunterhaltskosten schwanken natürlich von Jahr zu Jahr. Als Grössenordnung und Faustregel können Sie bei älteren Liegenschaften etwa von 1% des Liegenschaftpreises im langjährigen Schnitt ausgehen. Sie dürfen jedes Jahr wählen, ob Sie die effektiven werterhaltenden LUK oder eine Pauschale (10% des Eigenmietwerts, 20% bei Liegenschaften die älter als 10 Jahre sind) in Abzug bringen möchten. Da die Zinsen seit Jahren sehr tief sind, sind die Abzüge (Hypozinsen plus LUK) im Schnitt tiefer als der Eigenmietwert und Sie werden künftig im Schnitt höhere Einkommenssteuern zahlen müssen.

… und wenn ich eine Zweit-
Immobilie im Ausland kaufe?
Grundsätzlich ist die Betrachtung die gleiche, wie wenn Sie eine Zweitwohnung in der Schweiz kaufen würden, auch Ihre Zweitwohnung hat einen Eigenmietwert und Vermögenssteuerwert. So weit, so gleich wie oben erklärt. Bei der Steuerberechnung gibt es dennoch einen wichtigen Unterschied: Immobilien werden am Sitz der Immobilie besteuert.
Ihre Zweitwohnung liegt nicht in der Schweiz, wird also bspw. in Frankreich besteuert und nicht in der Schweiz. Sie müssen Ihre Zweitwohnung dennoch in der Steuererklärung angeben. Das schweizerische Steuersystem geht davon aus, dass vermögendere Personen mehr Vermögenssteuern bezahlen sollen als weniger vermögende. Für die Bestimmung des Steuersatzes wird deshalb Ihre Gesamtvermögen (inkl. Auslandvermögen) berücksichtigt (dito beim Einkommen). Die Basis für die Steuerrechnung hingegen, also Ihr steuerbares Vermögen oder Einkommen, bleibt ohne Berücksichtigung Ihres Vermögens/Einkommens im Ausland. Die Steuerrechnung liegt damit höher, als wenn Sie die Zweitwohnung nicht hätten.
Im Vergleich zur Situation einer Zweitwohnung in der Schweiz resultiert hingegen eine tiefere Steuerrechnung, dafür sind Sie zusätzlich im Land Ihrer Zweitwohnung beschränkt steuerpflichtig.

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Margrit Schmidlin
lic. phil. Fachpsychologin für Psychotherapie FSP
Oekum. Paarberatung Bezirke Brugg Laufenburg Rheinfelden
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Die Sprachen der Liebe
Viele Paare sprechen nicht dieselbe Sprache, wenn es darum geht, ihre Liebe und Wertschätzung für den Partner zu zeigen. Dies führt zu Missverständnissen, zu Enttäuschungen und zu Distanzierung. Doch das muss nicht sein.
Wir lernen in unserer Entwicklung durch das Vorbild der Eltern, durch Einflüsse von Drittpersonen, von Medien, wie wir mit Gefühlen umgehen sollen. Dazu gehört auch eine Vorstellung, wie ich meinem Partner, meiner Partnerin meine Liebe zeige und umgekehrt wie mein Gegenüber mir seine/ihre Gefühle zeigen sollte. Es entwickelt sich also eine Art Sprache der Liebe und Wertschätzung.
In der Paarberatung zeigt sich jedoch, dass Paare oft Konflikte haben, weil sie aneinander vorbeireden, sich nicht verstehen oder verstanden fühlen, was zu zunehmender Frustration und Abkühlung der Gefühle führt. Dies hat möglicherweise damit zu tun, dass jede/r eine andere Sprache spricht. Da hilft es auch nicht, wenn ich mehr und lauter «Chinesisch» spreche, wenn der andere nur «Spanisch» versteht und spricht. Das Paar ist sich meist nicht bewusst, dass jede/r seine eigene Sprache hat, in der er/sie seine Gefühle zum Ausdruck bringt oder in der er/sie beim Gegenüber verstanden würde.
Gary Chapman hat folgende fünf Sprachen der Liebe definiert:
1. Kleine Geschenke von Herzen: Dies können kleine Zeichen, Aufmerksamkeiten sein wie z.B. ein Zettelchen, sms schreiben, eine Einladung oder Überraschung.
2. Lob und Anerkennung: ab und zu danke sagen, ein Kompliment machen, Freude ausdrücken.
3. Zweisamkeit: bewusst Zeit zu zweit (auch ausserhalb der Wohnung) gestalten und verbringen, gemeinsame Projekte planen und realisieren.
4. Hilfsbereitschaft: den Partner, die Partnerin unterstützen, ihm/ihr etwas zuliebe tun, Teamwork, Beistand und Entlastung bieten in schwierigen Zeiten.
5. Zärtlichkeit: Berührungen und Zärtlichkeiten im Alltag, Umarmungen, kuscheln, streicheln, verführen, Sexualität.
Selbstverständlich kommt es auch mit der gleichen Sprache zu Missverständnissen und Spannungen; es kann jedoch hilfreich sein, sich zu fragen, welche Sprache/n sprechen wir beide eigentlich. Welche Zeichen sende ich, um meine Liebe zu zeigen und welche Zeichen erwarte ich, damit ich mich geliebt fühle? Sprechen wir dieselbe Sprache? Vielleicht ist z.B. die Frau enttäuscht und frustriert, weil sie sich ab und zu eine kleine Aufmerksamkeit oder ein Lob wünscht, und der Mann ist frustriert, weil sie ihm nicht bei der Gartenarbeit hilft oder ihm zu wenig Zärtlichkeit schenkt.
Vielleicht haben Sie ein Aha-Erlebnis, wenn Sie feststellen, dass Sie verschiedene Sprachen haben und deshalb die Sprache des anderen bisher nicht wahrnehmen und verstehen konnten. Zu wissen, welche Sprache der Partner/ die Partnerin spricht, wie jemand seine Wertschätzung ausdrückt, kann helfen, Brücken zu bauen und eine bessere Verständigung und gegenseitiges Verständnis zu fördern.

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lic. iur. Roman M. Hänggi, Rechtsanwalt
Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG
Salinenstrasse 25, 4133 Pratteln, Tel. 061 823 03 03
Bahnhofstrasse 92, 5000 Aarau, Tel. 062 393 03 03
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Wann ist Lügen strafbar?
Das Schweizer Strafrecht geht mit Lügnerinnen und Lügnern sanft um. So ist die einfache mündliche Lüge in der Regel nicht strafbar. Ein Beschuldigter darf zur Sache immer schweigen. Er hat das Recht zu schweigen bzw. die Aussage zu verweigern. Aber auch, wenn er spricht, darf er lügen, zumindest soweit er sich nicht dadurch strafbar macht. Lügt ein Beschuldigter, um sich selbst zu entlasten, spricht man auch von einer Schutzbehauptung.
Führt eine Person mit ihren unwahren Angaben die Rechtspflege in die Irre (Irreführung der Rechtspflege), zeigt sie einen Nichtschuldigen an (falsche Anschuldigung) oder begünstigt sie damit einen Straftäter (Begünstigung), dann macht sie sich mit ihrer mündlichen Lüge wegen eines Rechtspflegedelikts strafbar. Verletzt sie mit ihren unwahren Angaben eine Person in ihrer Ehre, dann macht sie sich der Verleumdung oder üblen Nachrede strafbar.
Strafrechtlich relevant werden kann eine Lüge auch als Aussagedelikt in einem Verfahren, wie zum Beispiel bei einer Falsch­aussage eines Zeugen vor Gericht (falsches Zeugnis), der immer die Wahrheit zu sagen hat, wenn er eine Aussage macht (in bestimmten Fällen hat der Zeuge ein Zeugnisverweigerungsrecht). Wer sodann in einem Zivilrechtsverfahren als Partei nach erfolgter richterlicher Ermahnung zur Wahrheit und nach Hinweis auf die Straffolgen eine falsche Beweisaussage zur Sache macht, macht sich ebenfalls strafbar (falsche Beweisaussage einer Partei).
Als Spezialfall der Täuschung kann eine Lüge auch ein Betrugsdelikt darstellen, wenn jemand bspw. ein ganzes Lügengebäude errichtet und dadurch ein Opfer arglistig täuscht, wodurch dieses Vermögen preisgibt. Hier kann der Lügner als Betrüger bestraft werden.
Grundsätzlich ist lügen jedoch nicht strafbar. Das gilt auch für schriftliche Lügen, es sei denn, man macht die falschen Angaben in einer Urkunde (Falschbeurkundung, falsches ärztliches Zeugnis etc.).
Das Schweizer Strafrecht fasst Lügen nach dem Gesagten also mit Samthandschuhen an: Lügen ist grundsätzlich erlaubt! Dies ganz im Widerspruch zu moralischen Wertvorstellungen oder religiösen Geboten (in der Bibel ist es das 8. Gebot), die das Lügen untersagen, aber wohl im Einklang mit der gelebten Realität, in der Lügen leider oftmals zum Alltag gehört. Das Strafrecht greift in diesem Bereich aber erst ein, wenn es darum geht, bestimmte Rechtsgüter des Einzelnen, der Gemeinschaft oder des Staates vor Lügen zu schützen.

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Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
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Wann platzt die Spekulationsblase?
Ich verfolge die Finanzmärkte rund 35 Jahre und bin seit rund 30 Jahren auch beruflich in diesem Bereich, davon auch ein paar Jahre im Wertschriften- und Devisenhandel. Dabei habe ich schon einiges erlebt, auch Sachen, welche ich nicht für möglich gehalten hätte.
Was in der letzten Zeit in einigen Titel abgeht, gehört in diese Kategorie. Da vervielfacht sich der Wert des Elektroautobauers Tesla innerhalb von einem Jahr und wird mehr wert als alle anderen grossen Autobauer zusammen, der Ölpreis ist kurz negativ (das hätte ich persönlich für unmöglich gehalten…) oder die Kurskapriolen der amerikanischen Game-Stop-Aktie, welche sich innerhalb weniger Tage verzehnfacht hat, dann wieder total zusammenbricht, um dann wieder zu explodieren.
Dabei geht es nicht um ein paar Franken oder Dollar Veränderung. Nein, wir reden von X-Milliarden Kursveränderung innerhalb von Stunden oder Tagen. Das sind für mich klare Zeichen einer Liquiditätsflut. Sehr viel billiges Geld sucht Anlagemöglichkeiten. Das ist nicht erst seit gestern der Fall, sondern seit mehreren Jahren, hat sich aber Schritt für Schritt verschärft. Für mich gibt es nun aber immer mehr Anzeichen, dass es immer mehr voll in Richtung reiner Spekulation geht und die Märkte am «Kochen» sind. Ein heftiges «Druckablassen» würde mich in den nächsten Monaten nicht überraschen.

Schweizer Franken etwas schwächer, Zinsen leicht höher, Ölpreis höher
Fast unbemerkt steigen die Zinsen leicht. Das ist weltweit zu beobachten und geht von einem möglichen Teuerungsschub nach Beendigung der Corona-Krise aus. Im längeren Vergleich sind sie immer noch sehr, sehr tief. Erleben wir aktuell die Zinswende? Ich weiss es nicht. Höhere Zinsen wären längerfristig vernünftig. Gratiskapital führt fast immer zu teilweise falschen Anlageentscheiden.
Auch hat sich der Schweizer Franken erstmals seit längerer Zeit wieder etwas abgeschwächt. Das wird vor allem die Schweizer Nationalbank und die Exporteure freuen. Im Tourismus spielt es aktuell ja kaum eine Rolle, da dieser länderübergreifend im Moment nicht stattfindet. Obwohl immer noch in der Krise hat der Ölpreis massiv angezogen. Noch vor wenigen Monaten hörte man oft, dass Öl keine Zukunft habe. Ölaktien fielen dementsprechend stark. Das mag langfristig so sein. Kurzfristig bleibt Öl eine der wichtigsten Energiequellen und ich bin überzeugt, dass das Thema Energie uns in den nächsten Jahren noch einholen wird.
Auch ich bin der Meinung, dass wir unserer Umwelt vermehrt noch mehr Sorge tragen müssen. Wie das funktionieren soll, wenn man fast gleichzeitig aus Atomenergie aussteigen und die fossilen Brennstoffe massiv einschränken will, werden wir noch sehen. Die Planwirtschaft hat leider auch in diesem Bereich Überhand genommen. Eigentlich sollten wir wissen, dass diese bis jetzt nie geklappt hat….

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Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
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Auge
Wir möchten in der folgenden Ratgeber-Reihe über die Augen diverse Augenprobleme ansprechen und mögliche Abhilfen aufzeigen. Wir beginnen mit einem allgemeinen Grundwissen über dieses spannende Sinnesorgan. (Auf dass niemandem etwas ins Auge geht.)
Die griechische Bezeichnung lautet ophthalmos, die lateinische oculus. Im deutschen Sprachgebrauch stammt das Wort vom mittelhochdeutschen ouge ab. Man kann da eine bestimmte Verwandtschaft erkennen.
Das Auge ist ein Sinnesorgan zur Wahrnehmung von Lichtreizen.
Auch wenn der Philosoph Antoine de Saint-Exupéry im «Der kleine Prinz» sagt: «Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.» Es ist eben so, dass wir rund 80% unserer Umgebungsinformationen über die Augen aufnehmen. Fast alle unsere Vorstellungen, unsere Erinnerungswelt, unsere Denkprozesse und unsere Fantasie beruhen auf den visuellen Eindrücken. Unser Sehvermögen hat somit eine immense Bedeutung für uns. Man kann auch sagen, unsere Augen sind unser Tor zur Welt.
Einige spannende Fakten zu unseren Augen:
- Gewicht: Ein Auge wiegt ca. 7,5 g, so viel wie eine 50-Cent-Münze.
- Das Blinzeln ist die schnellste Körperbewegung, zu der wir fähig sind, und damit sind diese Muskeln auch die schnellsten im Körper.
- Über 60 Mio. Nervenfasern liefern dem verarbeitenden Gehirn im Wachzustand und mit geöffneten Augen ununterbrochen Informationen.
- Dazu werden sie ständig bewegt und stellen sich sehr schnell scharf, damit wir genau sehen können.
- Das Auge ist das einzige Sinnesorgan, das wir gezielt ein- und ausschalten können.
- Ein Iris-Scan ist individueller als ein Fingerabdruck (die Iris hat 256 einzigartige Merkmale, ein Fingerabdruck nur 40).
- Man kann nicht mit offenen Augen niesen.
- Die ersten Augen haben sich vor ca. 500 Mio. Jahren entwickelt. Man schätzt, dass es im Laufe der Evolution 40 Mal eine Neuentwicklung der Augen gegeben hat.
Die Anatomie des Auges:
Wir sehen nur einen kleinen Teil der Augen. Das ganze Auge hat die Form einer kleinen Kugel mit einem Durchmesser von ca. 22 mm. Deshalb auch der Name Augapfel. Die Augen sind im Kopf in der Augenhöhle gut geschützt. Sie sind von Muskel-, Fett- und Bindegewebe umgeben. Des Weiteren kommen dort Blutgefässe, Nerven und die Tränendrüsen vor. Zusätzlich schützt die äussere Haut, genannt Lederhaut oder Sklera, das Auge. Vorne geht sie in die durchsichtige Hornhaut über, die ihrerseits wieder die Linse schützt. Gegen aussen schützen Lider, Tränen, Wimpern und Augenbrauen. Die Verbindung zwischen Auge und Lid schafft die Bindehaut. Die Tränenflüssigkeit reinigt und «schmiert» das Auge.
Eine zweite Gewebsschicht des Auges ist von vielen Blutgefässen durchzogen (Aderhaut oder Chorioidea). Der vordere Teil dieser Schicht ist die Regenbogenhaut oder Iris (sie bestimmt unsere Augenfarbe). Sie liegt zwischen der Hornhaut und der Linse. Mit Hilfe von Muskeln wird die Iris bewegt und ermöglicht einen stärkeren oder schwächeren Lichteinfall durch die Linse.
Diese Linse macht das Bild scharf. Auch hier wiederum bewegen Muskelfasern die Linse, um ein scharfes Bild auf der Netzhaut entstehen zu lassen. Die Linse ist damit «kugeliger oder flacher».
Die dritte Schicht, die innere Auskleidung des Augapfels, ist die Netzhaut oder Retina. Die hier angesiedelten lichtempfindlichen Nervenzellen (=Photorezeptoren) verarbeiten die Signale wie ein kleiner Computer und leiten sie weiter an das Gehirn.
Der Glaskörper ist mit seiner gallertartigen, durchsichtigen Masse das Innere des Auges. Er fördert das Bündeln der Lichtstrahlen und bedingt die Form des Auges.
Die Tränen halten die Augen feucht und reinigen es. Normalerweise blinzeln wir so 20 Mal in der Minute, und jedes Mal wird ein Tropfen über die Augenoberfläche verteilt. Bei einem längeren Arbeiten an einem Bildschirm blinzeln wir weniger häufig und die Augen «trocken» schneller aus. Regelmässige Pausen und viel Trinken helfen dagegen.
Ein Fotoapparat ist die mechanische «Nachkonstruktion» eines Auges. Seine Wirkweise erklärt am einfachsten, wie ein Auge funktioniert. Beim Auge werden die Lichtstrahlen auf der Netzhaut gebündelt und gelangen über den Sehnerv ins Gehirn. Durch die Verarbeitung dieser Informationen «sehen» wir.
Bleiben Sie gesund.
Ihr Team der Vinzenz Apotheke

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Christoph Zehnder,  eidg. dipl. Vermögensverwalter
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Leonteq als Tradingvehikel
Erstmals habe ich diesen Titel im November 2019 zum Kauf empfohlen zum Preis von rund 30 Franken (bei Interesse können Sie die alten Ratgeber auf unserer Webseite nachlesen). Im März 2020 habe ich bei 43.50 Franken zu einem (leider nur Teil-)Verkauf geraten. Nach einer Gewinnwarnung kam die Aktie unter Druck und im April 2020 habe ich bei 31 Franken zu
einem Wiedereinstieg geraten. Der Kurs ist im Juli erneut angestiegen bis auf etwa 45 Franken, hat dann wieder massiv korrigiert und lag im Oktober erneut bei etwa 32 Franken, wo ich Leonteq erneut zum Kauf empfohlen habe. Nach starken Jahreszahlen ist der Kurs in den letzen Wochen nun wieder auf etwa 45 Franken angestiegen. Somit ein Hin und Her im Range von 30 bis 45 Franken. Was nun?
Mein Rat ist wieder der Gleiche wie schon die letzten Male auf diesem Niveau. Wer eine grosse Position mit Gewinnen hat, kann einen Teil der Gewinne mitnehmen. Längerfristig bleibe ich aber bei Leonteq zuversichtlich und würde eine gewisse Position stehen lassen.
Leonteq konnte letztes Jahr aufgrund der Volatilität an den Finanzmärkten mehr Volumen kreieren, andererseits wurde sie recht stark abgestraft mit unerwarteten Hedging-Verlusten (Ausfall von Dividenden, zeitweise negativer Preis auf Erdölfutures). Der Start ins 2021 ist nach eigenen Angaben gut geglückt und die letztes Jahr bekannt gegebenen Zusammenarbeitsverträge mit mehreren neuen Gegenparteien dürften ab diesem Jahr Früchte tragen. Ein Problem aus Sicht als Aktionär sind die – leider in der Finanzbranche fast üblichen – zu hohen Saläre für Geschäftsleitung und Verwaltungsrat. Operativ aber sehen die Zukunftsaussichten für Leonteq aus unserer Sicht weiterhin gut aus.

In Central Banks we trust…
Aufgrund der Impffortschritte dürfte 2021 die Realwirtschaft endlich wieder mal kräftig zulegen. Wobei die «Verluste aufholen» die Realität wohl besser beschreibt. Wie dem auch sei… die optimistischeren Aussichten haben bereits zu einem kleinen Anstieg der längerfristigen Zinsen geführt. Die riesigen Hilfsgelder scheinen in die Realwirtschaft zu fliessen und entwickeln einen gewissen Inflationsdruck. Steigende Zinsen, steigende Rohstoffpreise, steigende Inflation: Dieses Gemisch war für Aktien in der Vergangenheit selten positiv. Wer kann da die Anleger retten?
Natürlich einmal mehr die Zentralbanken. Diese sind es seit Jahren, die mit ihrer expansiven und mittlerweile ultra-expansiven Geldpolitik nicht die Realwirtschaft und die kleinen Unternehmen unterstützen, sondern immer wieder die Anleger retten. Der Begriff des Zentralbank-Puts machte erstmals unter dem damaligen FED-Präsidenten Greenspan die Rede: Wenn die Aktienmärkte sinken, dann ruft das die Zentralbanker auf den Plan und sie überfluten die Märkte mit Liquidität. Greenspan war im Vergleich zu heute, zu Powell, diesbezüglich ein «Ministrant». Bei jedem noch so kleinen Rückgang verkündet Powell (gerade diese Woche wieder), wie ‹geduldig› – was für ein Euphemismus, einseitig und blind auf einem Auge wäre wohl richtiger – die FED bleiben werde und selbst grössere Inflation tolerieren werde. Die Märkte reagieren wie Pawlow’s Hund und geifern schon, kaum hat Powell den Mund aufgemacht.
Das Problem der Zentralbanker wird allerdings immer grösser: Ihre Massnahmen bringen der Realwirtschaft immer weniger und an den Aktienmärkten geht es immer weniger darum, Gewinne der realen Firmen in Kursgewinne umzumünzen, sondern ob ein noch unvorsichtigerer Anleger einen noch höheren Preis zahlt. Bleiben Sie vorsichtig und selektiv mit Ihren Anlagen.

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