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SG TV Solothurn – TV Möhlin 23:25
(cs) Kurz nach Samstagmittag wurde publik, dass das NLB-Auswärtsspiel gegen Solothurn ohne Zuschauer durchgeführt werden würde. Das bedeutete, dass nur eine Mini-Delegation aus Möhlin den Sieg seiner Mannschaft zum 25:23 (14:10) verfolgen konnte.

«Der Kanton Solothurn hat für Veranstaltungen über 100 Personen strenge Auflagen herausgegeben. Aus diesem Grund hat sich der TVS dazu entschieden, das Spiel heute Abend ohne Zuschauer durchzuführen», so lautete die offizielle Version auf der Webseite des Handballvereins Solothurn. Trotzdem durfte eine kleine Gruppe aus Möhlin am Spiel in der Bleichenmatthalle in Biberist anwesend sein und zusammen mit wenigen heimischen Fans für Stimmung besorgt sein. Auch auf dem Feld wurde an den Ritualen festgehalten und die Spielerreihen klatschten sich, wie immer zur Begrüs-sung, freundschaftlich ab.

Das erste Tor in dieser NLB-Partie fiel erst in der fünften Minute, ausgeführt von Andri Tatarinoff vom Siebenmeterpunkt. Danach glich Mischa Wirthlin aus, Sebastian Kaiser erhöhte und Luca Halmagyi zeigte wenig später in der Vorwärtsbewegung zum 3:1 (8.), dass auch die Defensive umschalten kann. Die Solothurner lieferten danach einen 4:0 -Lauf, ehe Alexander Velz per Penalty und Wirthlin frei vom Flügel ausglichen. Noch einmal ging der Gastgeber in Führung, ehe sich die Möhliner Handballer langsam aber stetig absetzen konnten. In der 22. Spielminute traf Yannik Lang zum 11:7, nachdem Solothurn den Ball verspielte. Und Velz führte kurz darauf die Fünf-Tore-Führung herbei (23.). Es folgten technische Fehler auf beiden Seiten, zwei gut aufgelegte Torhüter (Taro Diethelm und Rok Jelovcan) und ebenfalls identisch: die Abwehrreihen schenkten sich nichts. Solothurn kam nach langen zwölf Minuten ohne Zähler ab der 27. Minute zurück, verkürzte auf 10:13 (29.), während Maurice Meier für Möhlin den letzten Treffer vor der Pause erzielte. Mit 14:10 ging es aus Sicht der Gäste in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel versuchte es der Gastgeber mit dem siebten Feldspieler. Möhlin war aber hellwach und in der Verteidigung gut aufgestellt, schnappte sich mehrmals den Ball und hätte befreit ins leere Tor werfen können. Erst Luca Halmagyi durchschaute das Spielchen und steuerte mit seinem langen Pass querfeldein ins verwaiste Tor zum 16:11 (34.) und damit den nächsten Treffer bei. Offensiv lief es danach bei den Fricktalern suboptimal, trotz schön herausgespielten Toren, dies zuletzt durch Sebastian Kaiser zum 19:14 (41.). Aber Solothurn haderte noch mehr, insbesondere in der Abstimmung. Trainer Alain Blaser nahm das Timeout eine gute Viertelstunde vor Schluss. Möhlin führte zu dieser Zeit mit sieben Treffern. Solothurn wechselte erneut das Kader durch und versuchte mit mehr Power anzugreifen. Rok Jelovcan und seine Vordermänner waren aber zur Stelle und neutralisierten wichtige Abschlussversuche der Solothurner. Yannik Lang markierte in der 55. Minute seinen fünften und letzten Treffer für Möhlin zum 25:18, danach war es Solothurn, das noch mit fünf Gegentreffern (!) nachzog. Aber die Schlusssirene ertönte rechtzeitig und bescherte dem TV Möhlin die nächsten zwei Punkte.
Der TV Möhlin rutscht mit diesem Sieg auf Platz zwei der NLB-Tabelle vor. Baden liegt nur einen Zähler davor und Stäfa, das gegen Wädenswil / Horgen verloren hat, einen Zähler dahinter.

Randnotiz: Möhlins Topscorer Alexander Velz hätte kurz vor Abpfiff Treffer Nummer 200 erreichen können, warf aber neben die Torumrandung. Dieser Meilenstein wollte er sich vermutlich für das nächste Heimspiel (7. März) aufbewahren. Wenn es mit der Bewilligung des Kantons klappt, dürften dann mehr Zuschauer applaudieren als am 19. Meisterschaftsspiel in Biberist.
Statistiken und Spielverlauf: https://www.handball.ch/de/matchcenter/spiele/385401
Archivfoto: Michi Mahrer

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