Ein Produkt der mobus 200px

(pd) Die beiden Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft haben den Neubau Biozentrum heute an die Universität Basel übergeben. Die technischen Anlagen des modernen Forschungsgebäudes haben alle Tests erfolgreich bestanden und die Nutzungsfreigabe durch das Bau- und Gewerbeinspektorat ist erfolgt. Die Universität wird die Forschungsanlagen in den nächsten Monaten testen und das Gebäude sukzessive beziehen. Die Aufnahme des Lehrbetriebs ist auf Herbst 2021 vorgesehen, teilen die beiden Kantone mit.

Die Regierungen der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft, vertreten durch Conradin Cramer, Hans-Peter Wessels, Monica Gschwind und Isaac Reber, konnten dem Präsidenten des Universitätsrats, Beat Oberlin, der Rektorin Andrea Schenker-Wicki sowie dem Leiter des Biozentrums Prof. Alex Schier die Schlüssel zum Neubau Biozentrum übergeben. Damit nähert sich das grösste Hochbauprojekt der drei Partner dem Abschluss. Die technischen Anlagen haben alle integralen Tests erfolgreich bestanden. Die provisorische Nutzungsfreigabe und die Freigaben für diverse Spezialnutzungen im Bereich der Molekularbiologie wurden im November 2020 durch das Bau- und Gewerbeinspektorat erteilt. Damit kann der Neubau Biozentrum uneingeschränkt genutzt werden. In der Konsequenz konnten beide Kantone den Neubau nun an die Universität Basel als Eigentümerin übergeben.
Die Universität Basel wird mit dem Departement Biozentrum die zahlreichen Forschungsanlagen in den nächsten Monaten erproben, einstellen und optimieren. Parallel dazu erfolgt sukzessive der Bezug des Neubaus. Die Aufnahme des Lehrbetriebs ist auf Herbst 2021 vorgesehen.
«Für das Biozentrum bedeutet der lang ersehnte Umzug in das hochmoderne Forschungsgebäude einen Meilenstein. Hier werden wir das nächste Kapitel unserer fast 50-jährigen Erfolgsgeschichte schreiben. Dank der zukunftsweisenden Infrastruktur bleiben wir im globalen akademischen Wettbewerb konkurrenzfähig und können die weltweit besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach Basel bringen», freut sich Professor Alex Schier, Direktor des Biozentrums.
Der Neubau startete mit dem Aushub der Baugrube im August 2013. Im Frühjahr 2014 fand die feierliche Grundsteinlegung in Anwesenheit des damaligen Bundesrats Johann Schneider-Ammann statt. Nach einem erfolglosen Rekurs gegen den ausgelobten Generalunternehmer konnte der Hochbau jedoch erst im Herbst 2014 beginnen. Bis Ende 2016 waren der Rohbau und die Fassadenarbeiten weitgehend abgeschlossen, jedoch wurden Mängel an den technischen Anlagen und beim Brandschutz festgestellt. Zusätzliche ausserordentliche Ereignisse und Schadenfälle führten zu einer weiteren Verlängerung der Bauzeit und einer Überschreitung der Gesamtprojektkosten. Zum jetzigen Zeitpunkt gehen die beiden Trägerkantone von einer Kostenüberschreitung in der Grössenordnung von 87 Mio. Franken bis 97 Mio. Franken gegenüber den prognostizierten teuerungsbereinigten Gesamtprojektkosten von 337.8 Mio. Franken aus. Dies bewegt sich im Bereich der im Dezember 2019 kommunizierten Szenarios.
Mit der Übergabe des Neubaus Biozentrum werden die beiden Kantone das Projekt in den nächsten Monaten ebenfalls abschliessen können. Die verwaltungsinterne Aufarbeitung des Projektes, insbesondere die Analyse der verlängerten Bauzeit und der Überschreitung der Gesamtprojektkosten, ist hierbei elementar. Die beiden Regierungen haben daher beschlossen, unter Federführung des Finanzdepartements des Kantons Basel-Stadt und der Finanz- und Kirchendirektion des Kantons Basel-Landschaft eine externe Expertise zu den Entwicklungen beim Neubau Biozentrum in Auftrag zu geben, um Lehren für vergleichbare zukünftige Projekte zu ziehen.

Zum Neubau Biozentrum
Im Neubau Biozentrum werden rund 400 Forschende aus mehr als 45 verschiedenen Ländern tätig sein. Die Forschenden am Biozentrum generieren jährliche Drittmittel in der Höhe von rund 20 Mio. Franken. Die Vorlesesäle haben eine Kapazität für rund 900 Studierende, dazu kommen 70 Laborpraktikumsplätze und 70 Computerausbildungsplätze.
Im neuen Gebäude sind zudem IT-Services der Universität Basel mit rund 100 Mitarbeitenden und dem Rechenzentrum für die gesamte Universität untergebracht. Mehr als 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus zentralen Diensten wie Werkstätten, Wasch- und Medienküche, Kommunikation, Hausdienst, administrativem Personal usw. werden sich darum kümmern, dass der Betrieb im Neubau Biozentrum reibungslos funktioniert.
Die Stärkung der Life Sciences sowohl im Hinblick auf die Forschungstätigkeit, die internationale Ausstrahlung als auch auf den Studienbereich ist nicht nur für das Biozentrum, sondern für die ganze Universität Basel wichtig. Hier werden Nachwuchskräfte für die regionale Life Sciences-Industrie, einer der wichtigsten Arbeitgeber der Region, ausgebildet.
Für die Universität Basel und ihre Trägerkantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt ist der Neubau des Biozentrums das grösste Hochbauprojekt in ihrer Geschichte. Das 72 Meter hohe Laborhochhaus weist 16 Obergeschosse und drei Untergeschosse auf. Das Gebäudevolumen ist zu 60 Prozent oberirdisch, zu 40 Prozent unterirdisch. Der Bau umfasst eine Hauptnutzfläche von 23'400 Quadratmetern.
Beim neuen Biozentrum handelt es sich um einen Bau, der die komplexen Anforderungen der modernen Forschung im Life-Sciences-Bereich integriert. Die im Gebäude enthaltenen, individuell konzipierten 40 Labore und wissenschaftlichen Geräte stellen hohe und sehr unterschiedliche Anforderungen an Raumklima, Lüftung, Schwingungsfreiheit, Biosicherheit und vieles mehr.
Die Erstellung der geforderten State-of-the-Art-Infrastruktur war und ist eine gebäudetechnische Herausforderung. 700 Anlagen und Millionen verbauter Einzelteilte müssen im Zusammenspiel stabil funktionieren.

Bild: Der Lenkungsausschuss Neubau Biozentrum zusammen mit der Rektorin der Universität Basel, Prof. Andrea Schenker-Wicki und dem Leiter des Departements Biozentrum, Prof. Alex Schier. Foto: zVg

Sie haben noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich jetzt!

Loggen Sie sich mit Ihrem Konto an